Festival Tag 2
13.09.2026
Horizontal
Praktiken und Politiken des Liegens
Hörsaalruine
Kostenfreie Teilnahme
Das Festival findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Anmeldung zu den Workshops: museum@charite.de
Fragen zur Zugänglichkeit: access.horizontal@posteo.de
Besuchsinformationen & AccessDas zweitägige Festival „Horizontal - Praktiken und Politiken des Liegens“, das am 12. und 13. September stattfindet, widmet sich den vielfältigen Dimensionen der liegenden Haltung. In Performances, Workshops, Vorträgen und Gesprächen eröffnen internationale Künstler:innen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen Perspektiven auf Horizontalität in ihren kulturellen, historischen und körperlichen Dimensionen. Welche Formen des Wahrnehmens, Handelns und Zusammenlebens können entstehen, wenn Körper sich den Imperativen von Leistungsfähigkeit und Produktivität – oft symbolisiert durch die aufrechte Haltung – entziehen und diese kritisch befragen?
In Verbindung mit der Ausstellung „Horizontal – Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ erweitert das Festival den Ausstellungsraum um performative, partizipative und diskursive Formate. Es eröffnet einen gemeinsamen Raum, in dem Horizontalität als geteilte Praxis erfahrbar wird.
Mit Beiträgen von Black Power Naps, Raquel Meseguer Zafe, Ania Nowak, Harold Offeh, Anajara Amarante, Pia Achternkamp u. v. a.
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Programm
10:30 Uhr | Hörsaalruine
Ankommen & Einstimmen
11:00-12:30 Uhr | Hörsaalruine
Anajara Laisa Amarante – Horizontal Bodies
Workshop in englischer Sprache, max. 25 Teilnehmer:innen, Anmeldung unter: museum@charite.de
Der Workshop lädt dazu ein, Liegen als „Crip“-Praxis zu erkunden – als eigene Form von Bewegung, Wahrnehmung und Choreografie.
11:30-12:30 Uhr | Ausstellung
„Horizontal – Das Krankenbett und die Welt im Liegen“
Führung durch die Ausstellung in deutscher Sprache mit Monika Ankele (Museumsdirektorin und Kuratorin)
Anmeldung und Treffpunkt im Museumsfoyer
12:30-14:30 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
14:30-15:00 Uhr | Hörsaalruine
Monika Ankele & Nicole Schuchardt – Willkommen & Einführung
15:00-17:00 Uhr | Öffentlicher Raum (MuseumsMeileMitte)
Raquel Meseguer Zafe – If We Could Rest Awhile
Kollektives Liegen im öffentlichen Raum der MuseumsMeileMitte (Medizinhistorisches Museum, Hamburger Bahnhof, Futurium) in englischer Sprache
Anmeldung unter: museum@charite.de
17:00-17:30 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
17:30-19:00 Uhr | Hörsaalruine
Thinking and Creating from the Sickbed
Gespräch in englischer Sprache mit Anajara Amarante (Künstler*in), Katharina Ludwig (Autor*in, Lyriker*in, Künstler*in) und weiteren Gästen, moderiert von der Kuratorin und Wissenschaftlerin Nora Heidorn
In der westlichen Philosophie sind Vernunft und Handlungsfähigkeit eng mit dem aufrechten Körper verknüpft. Wie lassen sich diese Vorstellungen angesichts jener Denkerinnen und Künstlerinnen neu bewerten, die aus dem Bett heraus die Welt verändern? Wie verändert sich das Zusammenspiel von Körper und Geist durch lange Phasen des Liegens – und damit auch Wahrnehmung und Empfindung? Welche ökonomischen und politischen Spannungen entstehen in einer überarbeiteten und erschöpften Gesellschaft, wenn Arbeit ins Krankenbett verlagert wird, künstlerische Arbeiten aus und über diese Erfahrung entstehen und Krankheit in kulturelle Formen überführt wird? Wie kann das Liegen als eine Praxis des Widerstands gedacht und erprobt werden?
19:00-20:00 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
20:00-21:00 Uhr | Hörsaalruine
Black Power Naps (Navild Acosta und Shadow Fannie Sosa mit Gast-Performerin Yocheved Zenaida-Cohen) – Bedside Manner
Performance (Englisch)
Bedside Manner lädt zu einem horizontalen Performance-Ritual ein, das Erschöpfung und Ruhe als politische Zustände begreift.
Das Publikum legt sich gemeinsam mit den Performer:innen nieder und wird Teil einer temporären Genesungsstation für die Schlaflosen und Ausgebrannten.
Öffnungszeiten des Ruheraums: 10:00-20:00 Uhr
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Festivalteam
Monika Ankele & Nicole Schuchardt, Kuratorinnen
Isabel Coleman, Produktionsleitung
Catalina Fernandez, Technische Leitung
Wanda Dubrau & Thomas Diafas, Access manager
Nwakoso Edozien, An Klepel, Yulei Yang, Pegah Zamaninematsara (Klasse für Bühnenbild der Universität der Künste Berlin, Leitung: Janina Audick und Meika Dresenkamp), Szenografie (Hörsaalruine)
Das Festival findet im Rahmen der Berlin Art Week ("Featured") statt und wird durch ein Science × Media Tandem-Programm der Stiftung Charité gefördert und vom British Council unterstützt.