Festival Tag 1
12.09.2026
Horizontal
Praktiken und Politiken des Liegens
Hörsaalruine
ProgrammKostenfreie Teilnahme
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Anmeldung für die Workshops: museum@charite.de
Fragen zur Zugänglichkeit: access.horizontal@posteo.de
Besuchsinformationen & AccessDas zweitägige Festival „Horizontal - Praktiken und Politiken des Liegens", das am 12. und 13. September stattfindet, widmet sich den vielfältigen Dimensionen der liegenden Haltung. In Performances, Workshops, Vorträgen und Gesprächen eröffnen internationale Künstler:innen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen Perspektiven auf Horizontalität in ihren kulturellen, historischen und körperlichen Dimensionen. Welche Formen des Wahrnehmens, Handelns und Zusammenlebens können entstehen, wenn Körper sich den Imperativen von Leistungsfähigkeit und Produktivität – oft symbolisiert durch die aufrechte Haltung – entziehen und diese kritisch befragen?
In Verbindung mit der Ausstellung „Horizontal – Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ erweitert das Festival den Ausstellungsraum um performative, partizipative und diskursive Formate. Es eröffnet einen gemeinsamen Raum, in dem Horizontalität als geteilte Praxis erfahrbar wird.
Mit Beiträgen von Black Power Naps, Raquel Meseguer Zafe, Ania Nowak, Harold Offeh, Anajara Amarante, Pia Achternkamp u. v. a.
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Programm
11:00 Uhr | Museumsgarten und Hörsaalruine
Ankommen & Einstimmen
11:30–12:30 Uhr | Ausstellung
„Horizontal – Politics and Poetics from the Sickbed“
Führung durch die Sonderausstellung in englischer Sprache mit Nora Heidorn (kuratorische Assistenz)
max. 25 Teilnehmer:innen, Anmeldung und Treffpunkt im Museumsfoyer
11:30–13:00 Uhr | Hörsaalruine
Raquel Meseguer Zafe – If We Could Rest Awhile
Workshop in englischer Sprache, max. 30 Teilnehmer:innen, Anmeldung unter: museum@charite.de
Der Workshop erforscht das Liegen als poetischen und politischen Akt und als Möglichkeit, öffentliche Räume anders zu nutzen. Er lädt zu einer gemeinsamen Praxis des Ausruhens ein.
Alle Teilnehmer:innen sind eingeladen, auch an der öffentlichen Aktion am 13. September von 15:00 bis 17:00 Uhr mitzuwirken. Sie knüpft an die gemeinsame Erkundung des Workshops an und führt diese im öffentlichen Raum der MuseumsMeileMitte weiter.
12:30-14:00 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
14:00-14:30 Uhr | Hörsaalruine
Monika Ankele & Nicole Schuchardt – Begrüßung & Einführung
14:30-15:30 Uhr | Hörsaalruine
Harold Offeh – The Lounging Lecture
Performance in englischer Sprache
In seiner Lecture untersucht Harold Offeh die kulturelle Geschichte und politischen Machtverhältnisse der liegenden Körperhaltung – vom antiken griechischen Symposion bis zu Darstellungen Schwarzer Männlichkeit.
15:30-16:15 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
16:15-17:00 Uhr | Hörsaalruine
Ania Nowak – Obelix Nutrix
Performance in englischer Sprache
Die Performance ist lose inspiriert von der Krankenpflegerin Florence Nightingale und untersucht Fürsorge im Zusammenspiel von Abhängigkeit, Macht und Verantwortung.
17:00-17:30 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
17:30-19:00 Uhr | Hörsaalruine
Im Liegen denken. Schlaf, Müdigkeit und Erschöpfung als medizinische, politische und ästhetische Frage
Gespräch in deutscher Sprache mit Alexandra Correll (Schlafmedizinerin), Fabian Goppelsröder (Philosoph) und Surjo Soekadar (Neurowissenschaftler), moderiert von der Autorin und Künstlerin Mirthe Berentsen.
Schlafen, erschöpft sein, nicht aufstehen können - diese Zustände werden in unserer Gesellschaft oft als individuelles Versagen oder medizinisches Problem betrachtet. Dieses Panel bringt eine Schlafmedizinerin, einen Philosophen und einen Neurowissenschaftler zusammen, um Müdigkeit und Erschöpfung als medizinische, politische und ästhetische Phänomene zu befragen. Was passiert im Körper, wenn wir liegen oder schlafen? Welche Formen des Erlebens und Erfahrens eröffnen die liegende Haltung und der Zustand der Müdigkeit? Und was bedeutet es, wenn in einer kapitalistischen Gesellschaft selbst der Schlaf – ebenso wie Erschöpfung und Krankheit – nicht mehr als notwendige Zustände des Menschseins, sondern als Unverfügbarkeiten betrachtet werden, die es zu optimieren oder zu überwinden gilt?
19:00-19:30 Uhr | Pause
Der Ruheraum im Eingangsfoyer des Museums ist während der Pause geöffnet.
19:30-20:30 Uhr | Hörsaalruine
Pia Achternkamp – Lounge Concert for Horizontal Listening
Mit einem elektroakustischen Set im Liegen lädt die Multiinstrumentalistin Pia Achternkamp dazu ein, gewohnte Konzertformen und Modi des Zuhörens hinter sich zu lassen.
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Festivalteam
Monika Ankele & Nicole Schuchardt, Kuratorinnen
Isabel Coleman, Produktionsleitung
Catalina Fernandez, Technische Leitung
Wanda Dubrau & Thomas Diafas, Access Manager
Nwakoso Edozien, An Klepel, Yulei Yang, Pegah Zamaninematsara (Klasse für Bühnenbild der Universität der Künste Berlin, Leitung: Janina Audick und Meika Dresenkamp), Szenografie (Hörsaalruine)
Das Festival findet im Rahmen der Berlin Art Week ("Featured") statt und wird durch ein Science × Media Tandem-Programm der Stiftung Charité gefördert und vom British Council unterstützt.