Performance
12.09.2026, 16:15-17:00 Uhr
Ania Nowak, Obelix Nutrix
Hörsaalruine
Dauer: 60 min
In englischer Sprache
10 Euro/5 Euro ermäßigt
Das Ticket berechtigt zum Besuch des gesamten Programms des Festivals „Horizontal“ am 12. September sowie zum Eintritt in das Museum.
Das Tagesprogramm des Festivals für den 12. September finden Sie hier.
Die Performance Obelix Nutrix von Ania Nowak nimmt die Figur der Pflegerin zum Ausgangspunkt, um die komplexen Verflechtungen von Fürsorge, gegenseitiger Abhängigkeit und Macht zu untersuchen. Mit den Mitteln von Sprache, visueller Gestaltung und Klang reflektiert die Performance über eine Ethik der Fürsorge – eine Ethik, die sich der universellen Befriedigung menschlicher Bedürfnisse verpflichtet sieht, unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder sozialem Status. Obelix Nutrix ist lose inspiriert von der Krankenpflegerin Florence Nightingale (1820-1910) und ihrer wegweisenden Rolle für die Entwicklung der modernen Krankenpflege. Die historische Figur und ihr Vermächtnis dienen dabei als archetypische Bezugspunkte.
Angesichts andauernder bewaffneter Konflikte und Genozide, wachsender Mitgefühlserschöpfung sowie der allgegenwärtigen Präsenz von Bildern des Leidens widmet sich Nowak der grundlegenden Frage, wie Fürsorge von Bevormundung, Kontrolle oder einem „Retterkomplex“ unterschieden werden kann. Durch die Verflechtung historischer und futuristischer Elemente nähert sich Obelix Nutrix zudem dem Feld der Künstlichen Intelligenz und digitaler Gesundheitstechnologien und gelangt zu einer hochaktuellen Frage: Wie werden wir im Metaversum füreinander sorgen?
Ania Nowak entwickelt Live- und Videoperformances, Installationen und Textarbeiten. Verletzlichkeit und Begehren versteht sie als Ausgangspunkte, um neu darüber nachzudenken, was Körper und Sprache vermögen – und wo ihre Grenzen liegen. In ihrer künstlerischen Praxis widmet sie sich Körpern und ihrer Fähigkeit, auf vielschichtige und nicht geradlinige Weise zu fühlen und zu denken, um die Bedingungen von Fürsorge und Verbundenheit in Zeiten fortwährender Krisen zu untersuchen. Nowak lebt und arbeitet in Berlin.
Konzept, Choreografie, Performance: Ania Nowak
Sound: Justyna Stasiowska
Kostüm: Maldoror
Outside Eye: Julia Plawgo
Text: Ania Nowak mit Einschüben von Anne Boyer, rupi kaur und Antigone Samellas
Eine Produktion von Ania Nowak. Beauftragt und produziert vom Salzburger Kunstverein. Mitfinanziert durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen.