Panel (Festival)
13.09.2026, 17:30-19:00 Uhr
Thinking and Creating from the Sickbed
Gespräch in englischer Sprache mit Anajara Amarante (Künstler*in), Katharina Ludwig (Autor*in, Lyriker*in, Künstler*in) und weiteren Gästen, moderiert von der Kuratorin und Wissenschaftlerin Nora Heidorn
Hörsaalruine
Dauer: 90 min
In englischerSprache
Kostenfreie Teilnahme
What we perceive, and how we think, depends on where we are and how our body is positioned... a horizontal body is in a cognitively and affectively different place from that inhabited by vertical others.
Felicity Callard, Epidemic Time: Thinking from the Sickbed, 2020
In der westlichen Philosophie sind Vernunft und Handlungsfähigkeit eng mit dem aufrechten Körper verknüpft. Wie lassen sich diese Vorstellungen angesichts jener Denkerinnen und Künstlerinnen neu bewerten, die aus dem Bett heraus die Welt verändern? Wie verändert sich das Zusammenspiel von Körper und Geist durch lange Phasen des Liegens – und damit auch Wahrnehmung und Empfindung? Welche ökonomischen und politischen Spannungen entstehen in einer überarbeiteten und erschöpften Gesellschaft, wenn Arbeit ins Krankenbett verlagert wird, künstlerische Arbeiten aus und über diese Erfahrung entstehen und Krankheit in kulturelle Formen überführt wird? Wie kann das Liegen als eine Praxis des Widerstands gedacht und erprobt werden?