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Performance

10.10.2026, 19 Uhr

String Tension History 

Hörsaalruine

15 Euro/ermäßigt 10 Euro

Mit dem Ticket haben Sie die Möglichkeit, das Museum bis 19 Uhr zu besuchen.

„String Tension History“ ist eine zweiteilige Arbeit der Künstlerin Kirstin Burckhardt, die aus einer Klanginstallation und einer Performance besteht. Die Klanginstallation wird vom 29. September bis 11. Oktober im Präparatesaal des Museums in der Dauerausstellung gezeigt. Die Perfomance findet am 10. Oktober in der Hörsaalruine des Museums statt.

Im Zentrum der Arbeit steht die Beziehung zwischen der Künstlerin und ihrer Harfe. Die Harfe kam am Tag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nach Deutschland und hat beide Weltkriege überstanden – heute befindet sie sich an einem Bruchpunkt.

Das Instrument ist Teil der Klanginstallation, die in der Dauerausstellung gezeigt wird, und verbindet sich mit der persönlichen Geschichte der Künstlerin. Ihr deutscher Urgroßvater unterzeichnete während der Zeit des Nationalsozialismus Gutachten für Zwangssterilisationen. Die Künstlerin selbst verlor infolge eines gynäkologischen Tumors und durch Endometriose ihre Fruchtbarkeit.

In der Performance in der Hörsaalruine zeigt ein Video die Restaurierung der Harfe visuell und akustisch. Die Künstlerin ergänzt diese Klänge und singt ein Lamento in den Resonanzkörper der Harfe. So verschmilzt die Stimme der Künstlerin mit dem Klang der Harfe zu einem gemeinsamen Lied der Versöhnung mit der Familiengeschichte und dem eigenen Körper. 

Die Harfe trägt die Spuren dieses Prozesses und erzählt von Verletzlichkeit, Erinnerung und der Kraft, Veränderungen zu überstehen.

 

Kirstin Burckhardt (geb. In Südafrika) ist bildende Künstlerin und Psychotherapeutin und verbindet Video und Performance mit Klang und gesprochenem Wort. In kritischer Auseinandersetzung mit ihrer Ausbildung in Psychologie und Neurowissenschaften beschäftigt sich ihre Praxis mit Machtverhältnissen, die mit dem Körper verwoben sind. Indem sie fortlaufend hinterfragt, was einen „Körper“ definiert, konzentriert sich ihre künstlerische Forschung auf den zwischenmenschlichen Raum als Ort der Aushandlung von Konflikt, Empathie, transgenerationalem Trauma und den komplexen Prozessen des Heilens.

 

Die Performance ist Teil der Global Dystopia sound art biennial 2026.

https://www.dystopia.berlin/2026/