Sammlungen

Das Museum verfügt in seinen Beständen über eine Reihe medizinhistorisch bedeutsamer Spezialsammlungen. Diese sind in der 2010 erschienenen Publikation Der zweite Blick ausführlicher beschrieben. Die Sammlungsbestände stehen für medizin- und wissenschaftsgeschichtliche Objektforschungen zur Verfügung. Vor allem bilden sie den Grundstock an Objekten zur Bestückung von Dauerausstellung und Sonderausstellungen des Museums sowie für Ausleihen an auswärtige Museen.

Der Sammlungsschwerpunkt des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité liegt jenseits der Spezialsammlungen auf Objekten und Objektgruppen zur Geschichte der Berliner Medizin und zur Geschichte der Charité im Allgemeinen sowie zur Geschichte der Pathologie (an der Charité) im Besonderen. Gern übernehmen wir hierzu interessante Objekte nach vorheriger Rücksprache in unsere Bestände.

Folgende Spezialsammlungen finden sich in der Obhut des Museums:

Sammlung pathologischer Präparate

Die vor allem auf die Initiative Rudolf Virchows zurückgehende Sammlung umfasst heute rund 10.000 pathologisch-anatomische Feucht- und Trockenpräparate.

Kontakt: Navena Widulin

Ophthalmologiehistorische Albrecht von Graefe-Sammlung

Die Dauerleihgabe der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft umfasst rund 1.100 augenmedizingeschichtliche Objekte: Briefe, Kolleghefte, Vorlesungsmitschriften, Instrumente, Grafiken, Fotografien und Medaillen aus dem Lebenszusammenhang des Berliner Augenarztes Albrecht von Graefe (1828-1870).

Kontakt: Beate Kunst

Handschriften- und Rarasammlung

Aus dem Arbeitsbereich der Charité-Pathologen haben sich, beginnend mit Rudolf Virchow, etliche Lebensspuren unterschiedlicher Art am Museum erhalten: Sektionsprotokolle, Laborbücher, Präparatelisten, Fotos, Dias, Sonderdrucke, Bilder, Glückwunschschreiben, Zeitungsausschnitte, Briefe, Exlibris, Notizzettel, Kostenauflistungen und vieles mehr. Daneben finden sich seltene Druckwerke (Rara) aus den Bereichen Anatomie und Pathologie.

Kontakt: Petra Lennig

Medizin- und zahnmedizinhistorische Sammlungen

Aus den einst getrennt geführten medizinhistorischen Instituten (DDR: Humboldt-Universität zu Berlin; BRD: Freie Universität Berlin) finden sich in der Sammlung des Museums inzwischen eine Reihe zahnmedizinhistorischer Objekte – vor allem Lehrmittel, Thementafeln mit extrahierten Zähnen, Lehrtafeln, Präparate, Modelle, Moulagen und Prothesen – sowie humanmedizinhistorische Gegenstände, wie zum Beispiel diagnostische und therapeutische Instrumente, mit einem Schwerpunkt auf die Urologie, Mikroskope, Operationsstühle und Desinfektionsgeräte.

Kontakt: Beate Kunst