Thomas Bruns. REANIMATION. Fotogramme, 1998

Mit REANIMATION greift der Berliner Fotograf Thomas Bruns Arbeiten aus dem Jahr 1998 auf und stellt sie neu in den Kontext der historischen Präparatesammlung Rudolf Virchows.

„Thomas Bruns hat in seiner Arbeit eine metaphorische Bildsprache entwickelt. Organik heißt das Thema, über das er spricht, und damit über grundsätzliche Aspekte menschlicher Existenz. Die Motive seiner Bilder sind schwer, manchmal gar nicht wiederzuerkennen. Dennoch erzeugen Aderngeflecht, eine Oberfläche ‚wie gewachsen' oder feuchter Glanz Assoziationen aus dem Bereich organischer Lebensformen" (Kai Brückner, TZR Galerie Kai Brückner, Düsseldorf).

Die durch Verfremdung ausgelöste konzentrierte Betrachtung wirft Fragen auf zu den in unmittelbarer Nachbarschaft präsentierten Präparaten: Wie erzählen diese die Geschichte der modernen Medizin? Wie formiert sie sich und wie und welches Körper-, ja Menschenbild repräsentiert sie?

Thomas Bruns, 1966 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Fotografiestudium an der Folkwang Schule Essen bei Jürgen Klauke und an der HGB Leipzig bei Astrid Klein.

Ausstellungen und Beteiligungen (Auswahl)
„Schmerz" Hamburger Bahnhof, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
„Urban Transience" Abel Neue Kunst und Goethe Institut Rotterdam
„Innere" Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
„2°" Hygiene Museum Dresden.

Auftragsarbeiten und Publikationen zu architektonischen Themen.

Text: Inga Franke

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