goldgefüllt und perlengleich

300 Jahre Zahnheilkunde in Berlin 

Bohren, Schleifen, Reißen! Die Angst vor dem Zahnarzt treibt bis heute viele Menschen um, vor allem, wenn sie schmerzhafte Erfahrungen mit der Zahnheilkunde gemacht haben.

Daran haben auch die Jahrhunderte langen Bemühungen von Chirurgen und Zahnärzten, ihre Furcht einflößenden Instrumente zum Wohle des Patienten und seiner Gesundheit zu verfeinern und zu verbessern, wenig geändert. Ebenso alt ist dem gegenüber der Wunsch des Menschen nach einem schönen Äußeren. Die Verwendung von Füllmaterialien wie Gold und das Ausrichten der Zahnreihe am Ideal einer ebenmäßigen Perlenkette belegen bis heute, dass ein schönes Gebiss keine Frage des Alters, allenfalls eine Frage der Kosten ist.

Das Jahr 2009 gibt Anlass, mehrere bemerkenswerte Ereignisse zu feiern. Sie alle verweisen auf die lange Tradition der Berliner Zahnheilkunde: Vor 180 Jahren wird mit der Einrichtung des „Studiums für Beflissene der Chirurgie, Zahnheilkunde und Pharmazie“ die zahnärztliche Ausbildung erstmals in feste akademische Bahnen gelenkt. Vor 125 Jahren wird Deutschlands erstes Zahnärztliches Universitätsinstitut in der Berliner Dorotheenstraße gegründet. Seit 90 Jahren ist die Promotion zum Doktor der Zahnheilkunde möglich.

Die Ausstellung „goldgefüllt und perlengleich“ gewährt einen Blick auf den technisch-instrumentellen und institutionellen Fortschritt der Zahnheilkunde seit dem frühen 18. Jahrhundert. Sie stellt die Entwicklung von einem schlichten „Handwerk“ zu einem angesehenen, wissenschaftlich fundierten Beruf unserer Tage mit seinen vielfältigen Spezialisierungen vor.

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