Charité. 300 Jahre Medizin in Berlin

Die Charité ist ein Begriff. In aller Welt steht der Name des Berliner Universitätsklinikums für Medizin allgemein, für Forschung, Lehre und Krankenversorgung auf höchstem Niveau mit sozialem Profil. Unter dem Dach der Charité sind 2010 alle universitären Einrichtungen der Berliner Medizin zusammengefasst. Rund 14.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen pro Jahr mehr als 500.000 Patientinnen und Patienten stationär und über eine Million Kranke ambulant.

Im Jahr 2010 wird die Charité 300 Jahre alt. Die Ausstellung „Charité. 300 Jahre Medizin in Berlin“ blickt zurück und fragt, wie die Einrichtung zu dem geworden ist, was sie heute darstellt. Sie zeigt das Krankenhaus eingebettet in die Entwicklung Berlins als Stadt und medizinischer Kosmos. Sie fragt danach, wie die Charité auf die großen medizinischen Herausforderungen reagierte. Sie ruft Persönlichkeiten in Erinnerung, die an der Charité und darüber hinaus in Berlin die Medizin vorangebracht haben, benennt zugleich aber auch individuelle Abwege und Verfehlungen. Die Ausstellung mündet in ein dichtes Geflecht aktueller Fragen, auf die die Charité mit Blick auf die Medizin von morgen Antworten sucht.

Damit bietet die Ausstellung eine Lesart der Geschichte. Zusammen mit der Dauerausstellung in den Stockwerken darüber führt das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité ganz bewusst mehrere Male durch 300 faszinierende Jahre Berliner Medizin. Stets wandelt sich der Blick. So spiegelt sich die Entwicklung der Charité in der Geschichte der Krankheiten und Persönlichkeiten, des Seziersaals und Labors, und - darin rechtfertigt sich jedes medizinische Streben - in der fachgerechten Reaktion auf die Bedürfnisse der Kranken am Krankenbett.

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